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1.) Unterstützungskasse
Alle alten DM-Werte wurden entsprechend Umrechnungsfaktor (EURO) umgerechnet, es können minimale Rundungsdifferenzen auftreten. Bitte konkrete Werte anfragen, wenn Sie es auf 5 Cent genau wollen.
Zur Angebotsauswahl der verschiedenen Formen der betrieblichen Altersversorgung
Eine Information der Stuttgarter Versicherung!
Von der neuen Generation der betrieblichen Altersversorgung können Sie zusammen mit Ihren Mitarbeitern profitieren. Mit der Änderung des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung haben Ihre Mitarbeiter seit dem 01.01.1999 die Chance, Bruttolohn in eine attraktive Altersversorgung umzuwandeln.
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Was ist eine Unterstützungskasse?
Die Unterstützungskasse ist eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung, meist in der Rechtsform des eingetragenen Vereins, manchmal auch als GmbH. Sie finanziert sich aus Zuwendungen der Trägerunternehmen und aus eigenen Vermögenserträgen.
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Die Unterstützungskasse gewährt den Arbeitnehmern keinen Rechtsanspruch auf die zugesagten Leistungen und unterliegt deshalb auch nicht der Versicherungsaufsichtspflicht. Gleichwohl stehen die vorhandenen Mittel ausschließlich dem Versorgungsberechtigten zu.
Die steuerlich abzugsfähigen Zuwendungen des Trägerunternehmens an die Kasse sind deshalb in der Regel sehr eng begrenzt (vgl. § 4d EStG). Nur wenn die Unterstützungskasse zur Erfüllung Ihrer Zusagen Rückdeckungsversicherungen abschließt, sind die Zuwendungen des Trägerunternehmens in Höhe der Beiträge steuerlich voll abzugsfähig. Damit ist eine Vorfinanzierung der späteren Versorgungsleistungen möglich.
Wie werden die Leistungen der Unterstützungskasse besteuert?
Leistungen aus einer Unterstützungskasse besitzen Arbeitslohncharakter und sind gem. § 19 Abs. 1 EStG als Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit zu versteuern. Es ist also grundsätzlich der individuelle Steuersatz des Leistungsempfängers in der Rentenphase anzusetzen.
Aber:
Der Rentner kann den Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von 1.022,58 EUR abziehen, den er sonst als Rentner nicht geltend machen kann (§ 9a Nr. 1 EStG)
Der Rentner kann 20% Vorsorgepauschale, max. 1.132 EUR (bei Zusammenveranlagung 2.264 EUR, geltend machen (§ 10c, Abs. 3 EStG)
Eine einmalige Kapitalzahlung kann als Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit gem. § 34 Abs. 1 EStG ermäßigt besteuert werden
2.) Direktversicherung
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Definition
Versicherungsverträge mit privaten Versicherungsunternehmen kommen im Bereich der betrieblichen Altersversorgung als Direkt- und als Rückdeckungsversicherungen vor. In beiden Fällen ist Versicherter der Arbeitnehmer.
Bei der Direktversicherung ist Bezugsberechtigter der Arbeitnehmer, bei der Rückdeckungsversicherung ist es der Arbeitgeber (Ausführungen zur Rückdeckungsversicherung vgl. Textziffer 300 ff). Je nach dem Umfang des zu versichernden Personenkreises kommen Einzel- oder Kollektivversicherungen in Betracht.
Vorteile der Direktversicherung
Die Direktversicherung hat sich als einfache und übersichtliche Form der betrieblichen Alters- und Hinterbliebenenversorgung bewährt und wird von kleinen und mittleren lohnintensiven Betrieben bevorzugt. Der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer trägt kein Versorgungsrisiko. Die Ansprüche der Arbeitnehmer richten sich ausschließlich gegen das Versicherungsunternehmen, das im Versicherungsfall die Leistung an den Arbeitnehmer bzw. die Hinterbliebenen zu erbringen hat.
Lebensversicherung als Direktversicherung
Bei der Direktversicherung muss es sich um eine Lebensversicherung handeln. Hierunter sind nach herrschender Meinung alle Versicherungsformen zu verstehen, die von Lebensversicherungsunternehmen im Rahmen ihres Geschäftsbetriebes abgeschlossen werden, wie Kapitalversicherungen auf den Todes- und Erlebensfall (u.a. Tarife 13, 14.4), Leibrentenversicherungen, Pensionsrentenversicherungen, Risikoversicherungen, selbständige Berufsunfähigkeitsversicherungen, Unfall- und Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen sowie fondsgebundene Lebensversicherungen
Durch im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Finanzen und den obersten Finanzbehörden der Länder ergangenen Erlass des Finanzministeriums Niedersachsen wurde festgelegt, dass eine Direktversicherung im Sinne von § 40 b EStG nur dann anerkannt wird, wenn die Todesfallleistung während der gesamten Versicherungsdauer mindestens 50 % der vereinbarten Kapitalleistung beträgt. Tarifen mit einer geringeren Anfangstodesfallleistung bleibt daher die steuerliche Anerkennung versagt.
Vor dem 01.08.1994 abgeschlossene Direktversicherungen mit den Tarifen 10.7, 11.7, 107, 117 genießen Bestandsschutz. Danach gilt, dass eine vor dem 01.08.1994 abgeschlossene Kapitalversicherung als Direktversicherung anerkannt wird, wenn zu Beginn der Versicherung eine Todesfallleistung von mindestens 10 % der Kapitalleistung im Erlebensfall vereinbart worden ist.
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Erst bei einer nach dem 31.07.1994 abgeschlossenen Kapitallebensversicherung ist Voraussetzung für die Anwendung des § 40 b EStG, dass die Todesfallleistung über die gesamte Versicherungsdauer mindestens 50 % der für den Erlebensfall vereinbarten Kapitalleistung beträgt.
Fraglich war für längere Zeit, ob für alle Kapitallebensversicherungen ein Mindestrisikoschutz bestimmt werden soll, wie er für die Anerkennung von Direktversicherungen festgesetzt wurde.Durch Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 22.01.1996 wurde nunmehr für die steuerliche Anerkennung von Kapitallebensversicherungen i.S. §§ 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b, 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG festgelegt, dass der Todesfallschutz während der gesamten Laufzeit des Versicherungsvertrages mindestens 60 v.H. der nach dem Versicherungsvertrag für die gesamte Vertragsdauer zu zahlenden Beiträge betragen muss. Diese 60 %-Regelung gilt seit 01.01.1997 auch für die Direktversicherung.
Rentenversicherung
Im Rahmen einer Direktversicherung können selbstverständlich die Stuttgarter Rententarife verwendet werden. Der oben angesprochene Erlas betrifft nur die Kapitallebensversicherung und hat keine Auswirkungen auf die Rentenversicherung soweit zumindest ein Todes- oder Erlebensfallwagnis besteht. Dieses Erlebensfallwagnis ist bei unseren Rententarifen gegeben, da nicht auszuschließen ist, dass weit über die durchschnittliche Lebenserwartung hinaus geleistet werden muss.
3-D-Police
Eine Versicherung, bei der Erlebensfallleistungen zur zusätzlichen Absicherung gegen die häufigsten Krankheiten (Herzinfarkt, Bypass- Operation, Krebs, Schlaganfall, Nierenversagen, Multiplesklerose; jeweils durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen) herangezogen werden, ist unserer Ansicht nach aus steuerlichen Gründen (vgl. Abschnitt 129 LStR: "Erlebensfallleistung nicht vor Vollendung des 59. Lebensjahres fällig werden könnte") nicht als Direktversicherung geeignet.
Fondsgebundene Lebensversicherung
Obwohl die Beiträge für eine private fondsgebundene Lebensversicherung nicht als Sonderausgaben abzugsfähig sind, kann die fondsgebundene Lebensversicherung für eine Direktversicherung verwendet werden. Je nach Anlagepolitik des Fonds können sich Kursschwankungen beträchtlich auf die Ablaufleistung auswirken. Das nicht unerhebliche Risiko schwankender Kurse, Beispiel: "Börsenkrach" 1987, trägt der Anleger. Diese einseitige Verlagerung des Risikos hat die Stuttgarter davon abgehalten, selbst eine Fondspolice aufzulegen.
Rentenfonds
Der Stuttgarter Rentenfonds FT ist wegen Nichterreichens des Mindest-Todesfallschutzes (s.o.) im Rahmen des § 40 b ESt nicht pauschalierungsfähig. Daran ändert unserer Ansicht nach auch eine Kombination aus Rentenfonds und Risiko-Lebensversicherung nichts. In diesem Fall sind nur die Risiko-Versicherungsbeiträge pauschalierungsfähig.
Unfallversicherung
Die Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr ist gleichfalls als Direktversicherung möglich, wenn der Arbeitnehmer Anspruch auf die Prämienrückgewähr hat. Nicht möglich ist hingegen die Einzelunfallversicherung. Für die Gruppen-Unfallversicherung stellt § 40 b EStG besondere Voraussetzungen auf (vgl. Pauschalierung bei Gruppen-Unfallversicherung ).
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